zur Übersicht Walter Ruffler: American Rodeo

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"Wie große Berge von Geld gibt man aus, für Bomben, Raketen und Tod?
Wie große Worte macht heut' mancher Mann und lindert damit keine Not?
Wie großes Unheil muß erst noch geschehn, damit sich die Menschheit besinnt?
Die Antwort mein Freund, weiß ganz allein der Wind, die Antwort weiß ganz allein der Wind.

Wie viele Straßen auf dieser Welt, sind Straßen voll Tränen und Leid?
Wie viele Meere auf dieser Welt, sind Meere der Traurigkeit?
Wie viele Mütter sind lang schon allein, und warten und warten noch heut?
Die Antwort mein Freund...

Wie viele Menschen sind heut' noch nicht frei und würden es so gerne sein?
Wie viele Kinder geh'n abends zur Ruh' und schlafen vor Hunger nicht ein?
Wie viele Träume erflehen bei Nacht, wann wird es für uns anders sein?
Die Antwort mein Freund..."
    
Die Skulptur hat eine Höhe von 38 cm und ist aus Sperrholz und Rundhölzern unterschiedlicher Stärke gebaut. Auf der Kurbelwelle ist eine Exzenterscheibe angebracht, die einen Stößel auf- und abbewegt. Der Stößel wird durch die Bombe/Rakete geführt und ist am Cowboy befestigt.  So reitet er auf der Rakete, wobei er außerdem die Arme mit Hut und Lasso hebt und senkt. Die Kurbelwelle ist durch ein Gummiband mit einer kleinen Drehorgel verbunden, die die Melodie von "Blowin' in the Wind" spielt. Auf der Deckplatte des Sockels ist eine Landkarte des Irak zu sehen.

Auf die Idee kam ich durch Stanley Kubricks Film "Dr. Seltsam oder : Wie ich lernte, die Bombe zu lieben". Gegen Ende des Films gelingt es dem US-Bomberpiloten Major Kong, die klemmenden Klappen der Bombenschächte zu öffnen. Auf der fallenden Bombe sitzend macht er aus der Not eine Tugend und juchzt, seinen Texas-Hut schwenkend.

Die Skulptur bringt meinen Protest gegen den Krieg des amerikanischen Präsidenten Bush gegen den Irak zum Ausdruck. Die von amerikanischer Seite vorgebrachten Kriegsgründe halte ich nicht für stichhaltig. Der amerikanischen Anti-Kriegsbewegung wünsche ich Kraft und Erfolg.

Bob Dylans Lied "Blowin' in the Wind" wurde in den sechziger Jahren zum Symbol des Protestes gegen den Vietnamkrieg und der Auflehnung gegen das Establishment. Es hat an Aktualität nicht verloren. Der deutsche Text stammt von H. Bradtke.